Seite wählen

3 Mythen im AI Consulting und was Ihr Unternehmen wirklich braucht

von Apr 11, 2024KI Beratung0 Kommentare

An Künstlicher Intelligenz kommt man heute nicht mehr vorbei, inzwischen hat sich auch ein Markt zu AI Consulting gebildet. Fühlen Sie sich vielleicht ein wenig überwältigt von all den Informationen und Promptguides und was für KI wichtig sein soll? Wir räumen hier mit drei verbreiteten Mythen des AI Consultings auf und geben Ihnen einige grundlegende Informationen, worauf es tatsächlich ankommt, wenn Sie sich zu KI beraten lassen möchten. Die drei verbreiteten Mythen des AI Consultings lauten: 1. Man muss viele Prompts kennen, 2. KI ist technisch und aufwendig und 3. KI wird Arbeitnehmer ersetzen.

 

Mythos 1: Man muss viele Prompts kennen, um loszulegen

Sie haben vielleicht schon den ein oder anderen Prompt-Guide gesehen, in denen 3, 20 oder sogar 100 Prompts angepriesen werden als die Lösung für Ihre Probleme. Das Problem dieser Promt-Guides ist, dass der Eindruck entsteht, die Nutzung von KI setze voraus, möglichst viele Befehle zu kennen. Und das ist ein Mythos – Sie müssen nicht viele Prompts kennen oder lernen, um KI produktiv einzusetzen. Man kann sich Prompts wie eine Unterhaltung mit der KI vorstellen. Bei dieser Unterhaltung ist es sinnvoll, gewisse Strukturen zu nutzen, um bessere Ergebnisse zu bekommen.

Prompt-Strukturen sind beispielsweise das Nutzen von spezifischen Anweisungen, einer Rolle oder Perspektive, aus der die KI arbeiten soll oder das Vorgehen in verschiedenen Schritten. Es ist sinnvoll, diese Sprache der KI zu lernen und damit bessere Ergebnisse zu erzielen. Aber sich brauchen deshalb nicht viele Prompts lernen, es gibt auch keine „magischen“ Prompts, wie manchmal suggeriert wird. Sie können aus grundlegenden Strukturen eigene Prompts entwickeln, die für Sie relevant sind.

Was brauchen Unternehmen wirklich? Wirklich wichtig für eine Beratung zu KI ist viel eher, wie Sie KI konkret in Ihrem Unternehmen nutzen möchten. Es hat sich als sinnvoll herausgestellt, mit einzelnen Projekten klein zu starten, künstliche Intelligenz für spezifische Aufgaben einzusetzen und von diesen Erfahrungen aus weiterzugehen. Sie brauchen auf keinen Fall eine große Datenbank mit Prompts, um mit KI zu starten, mit etwas Know-How können Sie loslegen. 

 

Mythos 2: KI ist technisch aufwendig  

Ein zweiter Mythos des AI Consultings lautet, dass KI in der Umsetzung technisch aufwendig ist. AI ist nur was für die IT-Abteilung, könnte man denken, aber das ist nicht ganz richtig. Ja, die Implementierung von KI kann komplex sein, aber es gibt Lösungen, die sehr gut für nichttechnische Nutzer funktionieren. Vor allem seit 2023 hat sich der Aufwand enorm verringert. Sie können heute Chatbots nutzen, die einfach über den Browser zugänglich sind. Das war der Durchbruch von OpenAI und anderen, wodurch generative Künstliche Intelligenz für die breite Masse zugänglich wurde.

Eigentlich gibt es heute eher ein anderes Problem, das durch die große Zugänglichkeit entsteht – nämlich die Frage: Wer nutzt eigentlich KI in Ihrem Unternehmen? Sie können davon ausgehen, dass KI bereits genutzt wird und Ihre Mitarbeiter zugängliche Tools einsetzen, um bestimmte Aufgaben zu vereinfachen. 

Was ist also wirklich wichtig? Sie brauchen heute viel eher eine Governance und Regeln, wie Sie KI konkret in Ihrem Unternehmen einsetzen. Nur so können Sie garantieren, dass KI auch zu richtigen Zwecken eingesetzt wird und keine sensiblen Informationen über KI-Anwendungen abfließen.

 

Mythos 3: KI ersetzt menschliche Arbeitnehmer 

Auch dieser letzte Mythos hält sich hartnäckig. Dieser Mythos des AI Consultings besagt, dass KI menschliche Arbeitnehmer ersetzen wird. Auch wenn es generell wahrscheinlich wird, dass mit KI Menschen Arbeit verlieren werden, ist das im Augenblick ein Mythos. KI-Modelle sind zwar heute in der Lage auf sehr komplexe Fragen sinnvoll zu antworten, aber sie sind noch kein voller Ersatz für menschliche Arbeitnehmer. Sie können aber jetzt schon viele Routinetätigkeiten teilweise automatisieren.

So lassen sich mit Künstlicher Intelligenz Routinetexte schreiben, Projekte planen oder auch Daten analysieren, wir brauchen aber immer noch einen Menschen, der mit der Maschine arbeitet – und den Output bewerten. Nach wie vor gibt es bei der KI Ungenauigkeiten, ohne eine Bewertung und Einordnung der Ergebnisse lässt sich Künstliche Intelligenz heute nicht sinnvoll nutzen.

Die Vorstellung einer mächtigen KI, die eigene ziele verfolgt, ist ein Mythos des AI Consultings.

Die Vorstellung einer mächtigen KI, die eigene Ziele verfolgt, ist heute noch Science Fiction.

Das alles kann sich zwar in Zukunft ändern, mittelfristig läuft es darauf hinaus, dass viele Tätigkeiten sich verändern und Jobs anders werden durch KI. Anstelle langweilige Routine zu erledigen, können wir uns heute viel stärker auf die sinnvollen Sachen konzentrieren. Heute relevant ist eher die Veränderung von Jobs, also eher von Job-Augmentation anstelle von Job-loss. Die Frage nach den Auswirkungen auf die Arbeit der Zukunft ist zum jetzigen Zeitpunkt also noch spekulativ. Es hängt stark davon ab, wir KI konkret genutzt wird und Schätzungen sind im Moment noch recht vage.

Was braucht es wirklich? Anstelle ein Schreckgespenst von KI an die Wand zu malen und über die Zukunft der Arbeit zu spekulieren, ist es sinnvoller, wenn Unternehmen bei der Implementierung im Blick haben, wie sich Arbeitsweisen durch Künstliche Intelligenz ändern werden. Und das ist eine große Chance – denken Sie an den demografischen Wandel! Oder denken Sie an den Fachkräftemangel. Sie können bestehende Jobs mit KI attraktiver machen, wenn sie die Aufgaben von Routinetätigkeiten entlasten und die Tätigkeiten interessanter und anspruchsvoller gestalten.

Befähigen Sie Ihr Team mit unserer KI-Weiterbildung

Mit unseren Angeboten zu KI und ChatGPT machen Sie Ihre Organisation fit für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.